Ausbildung zum Elektroniker für GebäudesystemintegrationSmartes Handwerk in Ostbayern
Der Trend in Deutschland geht klar zum Smart-Home. Wer erneuerbare Energien wie Photovoltaik am Haus nutzt und das eigene E-Auto und Stromspeicher intelligent lädt, braucht eine Steuerung die gut und zuverlässig funktioniert. „Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zum Jahreswechsel 2026 können Autofahrer jetzt sogar Strom aus ihren Fahrzeugen wieder ins Netz einspeisen“, sagt Uli Götz, Leiter des Bildungszentrums in Schwandorf, dem Charlottenhof Management und Technologie – kurz CMT. Voraussetzung dafür sei aber auch eine Ladeinfrastruktur zuhause, die „Vehicle-to-grid“ (V2G), also das bi-direktionale Laden unterstütze. Für die smarte Integration solcher Geräte in Privathaushalten und in gewerblichen Immobilien, braucht es hochspezialisierte Fachkräfte. Die wohl beste Grundlage für eine Karriere in dem Bereich bietet für Götz die Ausbildung zum Elektroniker für Gebäudesystemintegration. Diese Fachleute planen, vernetzen und programmieren smarte Haustechnik.
Ausbildung am Puls der Zeit
Das Kompetenzzentrum am CMT in Schwandorf bietet sowohl personell als auch technisch beste Voraussetzungen für die Aus- und Weiterbildung in der Gebäudesystemintegration an. Für Götz ist das ein wichtiger Weg in die Zukunft: „Jetzt ist für solch hochtechnologische Berufsbilder genau die richtige Zeit“, sagt er, und hofft, dass sich viele Betriebe entschließen eine Ausbildung zum Elektroniker für Gebäudesystemintegration anzubieten. Auch Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, setzt auf einen Aufschwung bei den Ausbildungen in diesem Beruf: „Die Anforderungen an das Elektrohandwerk verändern sich kontinuierlich. Mit dem Ausbildungsberuf Elektroniker für Gebäudesystemintegration können Handwerksbetriebe im Elektrobereich ihr Ausbildungsangebot zukunftsorientiert und innovativ ausrichten. In unserem Bildungszentrum in Schwandorf ist zudem auch die Weiterbildung zum Handwerksmeister im Bereich Gebäudesystemintegration möglich.“ Die Handwerkskammer, so Schmidt, unterstützt die Betriebe in der Region bei der Aus- und Weiterbildung der dringend benötigten Fachkräfte, denn „eine smarte Vernetzung von Häusern und Stromnetz in Deutschland ist ohne das Handwerk nicht möglich!“
DHZ-Artikel
Ein Artikel der Deutschen Handwerks Zeitung vom 11. September 2026.