Studiengesellschaft für Mittelstandsfragen e.V.
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Steuerpapier der Studiengesellschaft

Mittelstand fordert Steuersenkung

Die Forderungen sind klar: Runter mit der Einkommensteuer, weg mit Solidaritätszuschlag und Stromsteuer, keine Vermögensteuer. Damit sollen Leistung und Wachstum gefördert, Mittelstand, Personengesellschaften und Arbeitnehmer entlastet werden.

Dies ist der Kern des soeben vorgelegten Steuerpapiers der Studiengesellschaft für Mittelstandsfragen mit Sitz in München, die sich als Sprachrohr vor allem des mittelständischen Handwerks versteht.

Der Mittelstand sei durch die Corona-Pandemie in weiten Bereichen geschwächt und stehe zusätzlich vor beschleunigten strukturellen Veränderungen, machen Erwin Huber, vormaliger bayerischer Finanzminister, und MdB Alexander Radwan, Vorsitzender der Vereinigung, deutlich. Im Mittelpunkt des Konzepts steht deshalb die Forderung nach einer Abflachung der Steuerprogression. Auch über das Steuerrecht müsse die Liquidität des Mittelstands mit dem Ziel der erleichterten Investitionsfinanzierung gefördert werden.

Die Steuerbelastung zehre schon jetzt bei Mittelstand und Handwerk bis zur Hälfte des Einkommens auf. Gerade die inhabergeführten Personenunternehmen seien so in ihrer Wettbewerbsposition erheblich gegenüber international tätigen Konzernen benachteiligt. Es müssten deshalb alle Bestrebungen zur Einführung einer international wirkenden Mindestbesteuerung unterstützt werden.

Zudem sei es notwendig, die Folgekosten für die Umweltbelastungen dem aktuellen Marktgeschehen zuzuordnen. "Mittelständer stehen für den generationenübergreifenden Bestand ihres Unternehmens und somit für nachhaltiges Handeln", machte Huber deutlich. Deshalb sei einem international angelegten Emissionshandel zur Energie- und Klimawende der Vorzug gegenüber einer Erhöhung von Energiesteuern und reglementierenden Eingriffen zu geben. Zusätzliche Belastungen seien durch die Senkung von Stromsteuern oder über Sozialtransfers abzufedern.

Und schließlich wendet sich die Studiengesellschaft strikt gegen eine neue Vermögenssteuer, eine Ausgleichsabgabe oder sonstige "Sonderopfer", da zusätzliche Belastungen vertrauensschwächend und leistungshemmend wirken würden. Nur über klimafreundliches Wachstum könne die Zukunft geschafft werden, so MdB Radwan.

Die Studiengesellschaft für Mittelstandsfragen setzt als Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und unternehmerischer Praxis regelmäßig strategische Impulse zu besseren Rahmenbedingungen für den Mittelstand.

 

 14. Juni 2021



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